DEKRA-geprüfter Bausachverständiger für Würzburg

Auf einen Blick

Leistung
Bauthermografie
Dauer
2–3 Stunden
Umfang
Infrarot-Analyse der Gebäudehülle
Termin
Oktober–März (Heizperiode)

Die Bauthermografie macht sichtbar, was dem bloßen Auge verborgen bleibt: Wärmebrücken, Dämmlücken, Undichtigkeiten und verdeckte Feuchte in der Gebäudehülle. Mit einer Infrarotkamera werden Oberflächentemperaturen berührungslos erfasst und als Wärmebild dargestellt. Für Würzburg ist das ein besonders wertvolles Werkzeug, denn ein großer Teil der Bausubstanz stammt aus dem Wiederaufbau der 1950er Jahre und ist häufig unzureichend gedämmt. Als DEKRA-zertifizierter Bausachverständiger mit Sitz in 95448 Bayreuth setze ich die Thermografie ein, um energetische Schwachstellen und Feuchteschäden objektiv nachzuweisen. Das Verfahren arbeitet zerstörungsfrei, Sie erhalten also aussagekräftige Befunde, ohne dass Bauteile geöffnet werden müssen. Damit ist die Thermografie ein idealer erster Schritt, um Problemzonen einzugrenzen, bevor über weitere Untersuchungen oder Sanierungen entschieden wird.

Was die Bauthermografie leistet

Grundlage einer fachgerechten Gebäudethermografie ist die Norm DIN EN 13187, die den qualitativen Nachweis von Wärmebrücken mit dem Infrarotverfahren beschreibt. Die Kamera misst die von einer Oberfläche abgegebene Wärmestrahlung. Kältere Bereiche im Wärmebild deuten von außen betrachtet auf höhere Wärmeverluste oder auf Feuchte hin, von innen betrachtet auf Wärmebrücken und Dämmlücken. Wärmere Bereiche zeigen von außen häufig undichte Stellen, an denen warme Innenluft nach außen strömt. Als Sachverständiger interpretiere ich diese Bilder im Zusammenhang mit der Bauweise, der Ausrichtung und den Randbedingungen, denn ein Wärmebild ohne fachliche Deutung führt schnell zu Fehlschlüssen. Reflexionen glatter Oberflächen, Verschattungen oder eine kurz zuvor eingeschaltete Heizung können das Bild verfälschen. Eine Übersicht meiner Leistungen finden Sie auf der Leistungsseite.

Wann eine Thermografie für Würzburg sinnvoll ist

Es gibt zahlreiche Anlässe, bei denen sich eine Thermografie lohnt. Vor einer energetischen Sanierung zeigt sie, wo die größten Wärmeverluste liegen und welche Maßnahmen sich zuerst anbieten. Beim Immobilienkauf deckt sie versteckte Schwachstellen auf, bevor Sie sich binden. Nach einer Sanierung dient sie der Erfolgskontrolle, etwa um zu prüfen, ob eine neue Dämmung lückenlos verlegt wurde. Und bei Feuchte- oder Schimmelproblemen hilft sie, die kalten Wandbereiche zu lokalisieren, an denen sich Tauwasser bildet. Für die dicht bebauten Gründerzeitviertel wie die Sanderau und Grombühl ist die Thermografie ebenso aufschlussreich wie für die Großsiedlung Heuchelhof mit ihren Betonbauten der 1970er Jahre. Dort dokumentiere ich regelmäßig ausgeprägte Wärmebrücken an auskragenden Balkonplatten und Deckenauflagern, die sich im Wärmebild als deutlich kältere Streifen abzeichnen und im Raum die typischen Schimmelstellen erklären.

Voraussetzungen für aussagekräftige Aufnahmen

Thermografie ist kein Verfahren, das zu jeder Jahreszeit belastbare Ergebnisse liefert. Für aussagekräftige Wärmebilder der Gebäudehülle muss eine ausreichende Temperaturdifferenz zwischen innen und außen bestehen, in der Regel mindestens 15 Kelvin über einen Zeitraum von mindestens 24 Stunden. Das Gebäude sollte je nach Bauweise 12 bis 24 Stunden vorbeheizt sein, damit sich ein nahezu stationärer Wärmestrom einstellt. Deshalb finden meine Außenaufnahmen für Würzburg vor allem in den kalten Monaten statt, üblicherweise von November bis März, und bevorzugt in den frühen Morgenstunden. Die Fassade darf zuvor nicht von der Sonne aufgewärmt worden sein, weil gespeicherte Wärme das Bild verfälscht. Ebenso dürfen Wind, Regen, Schnee oder Nebel die Messung nicht beeinträchtigen. Nur unter diesen kontrollierten Bedingungen lassen sich Wärmebrücken und Dämmlücken zuverlässig nachweisen. Ich lege den Termin deshalb bewusst auf eine geeignete Witterungsperiode und dokumentiere die Randbedingungen im Bericht.

Typische Befunde für Würzburg

Die Wärmebilder, die ich für Würzburg aufnehme, zeigen wiederkehrende Muster, die eng mit der örtlichen Bausubstanz zusammenhängen.

Wärmebrücken und Dämmlücken

An ungedämmten oder nachträglich gedämmten Bauten treten Wärmebrücken an Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Deckenauflagern, Balkonanschlüssen und Heizkörpernischen auf. Bei Wiederaufbauhäusern mit heterogenem Mauerwerk aus verschiedenen Materialien zeigen sich oft ungleichmäßige Dämmwirkungen über die Fläche. Diese Schwachstellen kosten nicht nur Energie, sondern sind auch die kältesten Stellen im Raum, an denen sich zuerst Feuchte und Schimmel bilden. Das Wärmebild macht sie eindeutig sichtbar und liefert die Grundlage, um gezielt und wirtschaftlich nachzudämmen.

Feuchte und Undichtigkeiten

Feuchte Bauteile leiten Wärme anders als trockene und heben sich im Wärmebild ab. So lassen sich durchfeuchtete Wandbereiche, undichte Leitungen und eindringendes Wasser eingrenzen, ohne die Wand zu öffnen. Bei einem Wasserschaden ergänze ich die Thermografie um Feuchtemessungen, um den betroffenen Bereich exakt abzugrenzen und unnötiges Aufstemmen zu vermeiden. Mehr dazu unter Wasserschaden.

Luftdichtheit der Gebäudehülle

In Kombination mit einer Luftdichtheitsmessung (Blower-Door) macht die Thermografie undichte Anschlüsse und Fugen sichtbar, durch die warme Luft entweicht und feuchte Luft in die Konstruktion gelangt. Das ist besonders bei Neubauten und beim Fertighaus in Holzbauweise wichtig, weil undichte Stellen dort zu verdeckten Bauschäden im Holzständerwerk führen können.

Innen- oder Außenaufnahme: zwei Blickwinkel

Je nach Fragestellung nehme ich die Wärmebilder von außen, von innen oder von beiden Seiten auf. Die Außenthermografie eignet sich, um großflächige Wärmeverluste und Dämmschwächen der Fassade zu erfassen. Sie erfordert freie Sicht und ist empfindlich gegenüber Sonne, Wind und Reflexionen der Umgebung, weshalb sie in den frühen Morgenstunden erfolgt. Die Innenthermografie zeigt dagegen sehr präzise, wo im Raum Wärmebrücken und Undichtigkeiten liegen, und ist unabhängiger von der Witterung. Für die Beurteilung von Schimmelstellen und für die Kombination mit einer Luftdichtheitsmessung ist die Innenaufnahme meist aussagekräftiger. Welcher Weg der richtige ist, entscheide ich anhand Ihres Anliegens und der baulichen Situation.

Grenzen und richtige Deutung der Thermografie

So aufschlussreich Wärmebilder sind, sie haben klare Grenzen, die man kennen muss. Die Thermografie ist ein qualitatives Verfahren: Sie zeigt, wo eine Schwachstelle liegt, liefert aber keinen exakten Dämmwert einer Wand. Glatte, spiegelnde Oberflächen wie Fensterglas oder Metall reflektieren die Umgebungsstrahlung und können falsche kalte oder warme Zonen vortäuschen. Auch eine kurz zuvor verschattete oder besonnte Fläche verzerrt das Ergebnis. Deshalb ist die reine Aufnahme ohne fachliche Interpretation und ohne Dokumentation der Randbedingungen wenig wert. Als Sachverständiger ordne ich jeden auffälligen Bereich ein, unterscheide echte Bauteilschwächen von Reflexionen und halte die Messbedingungen fest, damit der Befund belastbar bleibt.

Thermografie beim Kauf und vor der Sanierung

Vor dem Kauf einer Immobilie für Würzburg ergänzt die Thermografie eine Hauskaufberatung sinnvoll, weil sie den energetischen Zustand realistisch aufzeigt und verdeckte Feuchte entlarvt, die eine reine Sichtprüfung nicht erkennt. Vor einer Sanierung bildet sie die Grundlage für eine wirtschaftlich sinnvolle Reihenfolge der Maßnahmen. So investieren Sie zuerst dort, wo der größte Effekt zu erwarten ist, statt nach dem Gießkannenprinzip vorzugehen. Gerade bei den energetisch anspruchsvollen Wiederaufbau- und Gründerzeitbauten für Würzburg zahlt sich diese Priorisierung aus.

Thermografie im Zusammenspiel mit weiteren Untersuchungen

Die Thermografie ist selten das einzige Werkzeug, sondern entfaltet ihren vollen Wert im Verbund mit anderen Verfahren. Ein auffälliger kalter Bereich im Wärmebild wirft die Frage auf, ob eine Dämmschwäche oder Feuchte dahintersteckt. Diese Frage kläre ich mit einer ergänzenden Feuchtemessung. Zeigt sich eine mögliche Undichtigkeit, ordne ich sie mit einer Luftdichtheitsmessung ein. Und dort, wo Risse oder Setzungen im Spiel sind, verbinde ich den thermografischen Befund mit der Bewertung von Bauschäden. So entsteht aus einzelnen Beobachtungen ein stimmiges Gesamtbild, das Ursachen benennt statt nur Symptome zu zeigen. Für Würzburg mit seiner heterogenen Bausubstanz ist gerade dieses Zusammenspiel entscheidend, weil ähnliche Wärmebilder auf ganz unterschiedliche Ursachen zurückgehen können.

Mein Ablauf einer Bauthermografie

Nach der Kontaktaufnahme über meine Kontaktseite stimmen wir Anlass und Umfang ab und legen einen Termin in der geeigneten Witterungsperiode fest. Vor Ort erfasse ich die relevanten Bauteile von innen und außen, dokumentiere die Randbedingungen wie Innen- und Außentemperatur, Wind und Bewölkung und interpretiere die Wärmebilder im Zusammenhang mit der Bauweise. Sie erhalten einen verständlichen Bericht mit den markierten Schwachstellen, den zugehörigen Fotos und einer fachlichen Einordnung. Den Umfang und die Kosten bespreche ich vorab transparent mit Ihnen. Kontaktieren Sie mich für eine unverbindliche Erstberatung zur Bauthermografie für Würzburg.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit für eine Bauthermografie für Würzburg?

Aussagekräftige Aufnahmen der Gebäudehülle gelingen nur bei ausreichender Temperaturdifferenz, in der Regel mindestens 15 Kelvin zwischen innen und außen. Deshalb finden Außenthermografien vor allem in den kalten Monaten von November bis März statt, bevorzugt in den frühen Morgenstunden ohne vorherige Sonneneinstrahlung.

Ist die Thermografie zerstörungsfrei?

Ja. Die Infrarotkamera misst die Oberflächentemperatur berührungslos aus der Distanz. Es müssen keine Bauteile geöffnet oder beschädigt werden. Damit eignet sich das Verfahren gut, um Wärmebrücken, Dämmlücken und Feuchte auch im bewohnten Zustand aufzuspüren.

Was kann die Bauthermografie sichtbar machen?

Sie zeigt Wärmebrücken, Dämmlücken, undichte Anschlüsse und verdeckte Feuchte in der Gebäudehülle. Kalte Bereiche deuten auf höhere Wärmeverluste oder Feuchte hin, warme auf entweichende Innenluft. In Kombination mit einer Luftdichtheitsmessung lassen sich zusätzlich Leckagen der Gebäudehülle lokalisieren.

Reicht ein Wärmebild allein als Nachweis?

Nein. Ein Wärmebild muss fachlich interpretiert werden, denn Oberflächenreflexionen, Bauteilaufbau und Witterung können das Bild verfälschen. Als Sachverständiger deute ich die Aufnahmen im Zusammenhang mit der Bauweise und den dokumentierten Randbedingungen nach DIN EN 13187.

Hilft die Thermografie bei Schimmelproblemen?

Ja. Schimmel bildet sich bevorzugt an den kältesten Wandstellen, an denen sich Tauwasser niederschlägt. Die Thermografie lokalisiert genau diese kalten Bereiche und Wärmebrücken. So lässt sich klären, ob bauliche Wärmebrücken oder das Nutzerverhalten die Ursache sind.

Lohnt sich eine Thermografie vor dem Hauskauf?

In vielen Fällen ja. Sie zeigt den energetischen Zustand und verdeckte Feuchte, bevor Sie sich vertraglich binden. Als Ergänzung zur Hauskaufberatung liefert sie eine realistische Einschätzung des Sanierungsbedarfs und schützt vor bösen Überraschungen nach dem Kauf.

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